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Ehrenamt

 

Amateurfußball

Die Basis des Fußballs wankt

Zuschauer verirren sich nur noch selten zu unterklassigen Amateurvereinen. Vielerorts fehlt es zudem an Jugendspielern. Ehrenamtliche Mitarbeiter sind noch schwieriger zu finden.

Im Fenster des Klubhauses des FC Viktoria Harburg funkeln die kleinen und großen Pokale Ehrenamt als Zeugen der traditionsreichen Vergangenheit. Links ermahnt ein Schild die Spieler zum Ausziehen der Fußballschuhe; rechts geht es in die Vereinskneipe. Hier tanzen die Spieler nicht nach der Pfeife des Schiedsrichters oder Trainers, sondern nach der von Fußballoberfrau Rosi Ratzek. Seit Jahren opfert sie ihre Freizeit für das Wohl des Vereins, eine wirklich "echte" Liebe.

"Ich arbeite seit 12 Jahren ehrenamtlich im Verein, seit vier Jahren mache ich auch die Gastro. Mein Mann kümmert sich um den Platz und mein jüngster Sohn ist Schiedsrichter und spielt auch noch selbst beim FC Viktoria Harburg", erzählt sie. Menschen wie Rosi Ratzek halten den unterklassigen Amateurfußball am Leben - sie sind selten geworden.

Ehrenamt
4.200 Jugendmannschaften weniger
Der "kleine" Fußball hat Probleme: An Spieltagen kommen kaum noch Zuschauer zu den Spielen; die Anzahl von Jugendmannschaften und Spielern nehmen bundesweit ab. Alleine 2013 stellten 4200 Jugendmannschaften den Spielbetrieb ein. Zugleich fehlen ehrenamtliche Betreuer und Trainer. Das wiederum wirkt sich auf die Qualität des Amateurfußballs aus: Schlechter ausgebildete Spieler locken keine Zuschauer an, weniger Menschen kommen mit dem Fußball in Kontakt und das Interesse für ehrenamtliches Engagement sinkt. "Bundesweit beklagen fast alle Vereine einen Rückgang von 25, teilweise sogar 45 Prozent ihrer ehrenamtlichen Helfer", sagt Prof. Dr. Sebastian Braun von der Humboldt-Universität Berlin. In seiner Studie "Ehrenamtliches und freiwilliges Engagement im Sport - Herausforderungen für die Fußballvereine" filterte Braun im Untersuchungszeitraum von 2004 bis 2009 eine rückläufige Engagementquote im Sport von 650.000 Engagierten heraus. Natürlich betrifft dieser Rückgang auch den Fußball.


"Auto vor, Kind raus - kümmert euch"

"Das riesengroße Problem ist das Ehrenamt", erzählt auch die Frontfrau des FC Viktoria Harburgs. Eigentlich gebe es viele Kinder, die sich für den Fußball interessieren: "Aber wir verlieren die Kinder, weil wir niemanden finden, der sich um die Jungs kümmert", sagt Rosi Ratzek. Die Eltern seien oft schwer für die Aufgabe als Betreuer oder Trainer zu begeistern nach dem Motto: "Auto vor, Kind raus - kümmert euch". Durchgängige Jugendmannschaften sind für den Klub ein Wunschtraum: Die D-Jugend kann nur eine 7er-Mannschaft aufbieten. Eine C- und B-Jugend hat der Verein gar nicht. und nur durch den Zusammenschluss einiger Freunde und der halbjährigen Suche nach einem Trainer kann der Klub wieder eine A-Jugend stellen. Das wirkt sich auch auf die Attraktivität des Herrenfußballs aus: "Die Qualität des Amateurfußballs hat nachgelassen."

Ehrenamt


Gemeinsames Leid

All das sind keine Exklusivsorgen des FC Viktoria Harburgs oder ein rein städtisches Problem. Knapp 120 Kilometer südlich kennt auch der Geschäftsführer des SV Schwarmstedt, Bernd Dierkes, diese Probleme. Bereits vor über 30 Jahren schloss sich der Klub mit anderen Vereinen in der Jugendarbeit zusammen. Damit war für die Vereine eine durchgängige Jugendarbeit gesichert. Finsterer sieht es in Sachen Ehrenamt aus: "Nur ganz wenige haben Interesse, die Jugendarbeit oder andere Aufgaben im Verein zu übernehmen. Das Ehrenamt ruht auf zu wenigen Schultern".


Die Jungen fehlen

Zwei Vereine - eine große Sorge, die stellvertretend für den Amateurfußball in Deutschland steht. Noch kümmern sich etwa 1,7 Millionen ehrenamtliche Helfer in ihrer Freizeit um ihren Verein. Doch die Entwicklung ist alarmierend, besonders der Vergleich der unterschiedlichen Altersgruppen: Während die Anzahl ehrenamtlicher Helfer ab dem 65. Lebensjahr zwischen 1999 und 2009 um 364.000 Menschen stieg, ging die bei den 14- bis 24-Jährigen um 265.000 zurück.
Eine Zahl, die auch den DFB bewegt: Seit 2013 steckt der größte Sportverband der Welt jährlich 2,5 Millionen Euro in eine Imagekampagne und entwickelt einen Masterplan, um gegen den Schwund des Ehrenamtes anzukämpfen."Es ist die große Zukunftsaufgabe des Verbandes, auch aufgrund des demografischen Wandels, weiter und konsequent an der Mitgliedergewinnung zu arbeiten", erläutert DFB-Präsident Wolfgang Niersbach das finanzielle Engagement des DFB. Schließlich zeigen die Forschungsergebnisse von Prof. Dr. Braun, dass es im Sport und im Fußball ein Engagementpotenzial gibt: "Zwei Drittel der Befragten waren 2009 bereit oder vielleicht bereit sich zu engagieren. Diese Bereitschaft ist im Zehnjahreszeitraum um rund 15 Prozent gestiegen."


Kampagne des DFB

Doch trotzdem hat es der DFB in den vergangenen Jahren nicht geschafft, dieses Potential abzurufen. Weshalb 2012 auf dem Amateurfußball-Kongress in Kassel ein Masterplan zur Stärkung des Amateurfußballs entwickelt wurde. Neben der Imagekampagne wird der DFB seine bisher vermietete Domain fussball.de in Eigenregie betreiben: "Der DFB öffnet damit eine große, neue Tür - die deshalb so spannend ist, weil es viel mehr Menschen direkt ansprechen wird, als das bislang der Fall war. Es wird den Amateurfußball moderner machen und ihm eine klar erkennbare, gemeinsame und interaktive Plattform geben."
Doch der innovative Weg hat auch seine Schwächen: "Mittlerweile findet die Kommunikation zwischen den Fußballvereinen und Verbänden doch nur noch online statt. Gerade für uns Ältere ist das nicht immer einfach. Ich kenne viele ehrenamtliche Helfer, die oftmals erst Hilfe von ihren Kindern oder Enkel brauchen, um mit den Verbänden zu kommunizieren", sagt Bernd Dierkes.


Mehr Kommunikation und Schulungen

Aber auch hier bauen die Fußballverbände vor: Drei Monate testeten die Landesverbänden Württemberg, Sachsen-Anhalt und Niederrhein das Projekt "Vereinsdialog". In dieser Phase trafen sich regelmäßig Vertreter von Vereinen und Verbänden zu Gesprächsrunden: "Es geht darum, Kontakt herzustellen, Probleme und mögliche Problemlösungen zu erläutern, Nähe zu schaffen, gegenseitiges Verständnis und Vertrauen zu fördern. Wichtig ist, zu zeigen, dass wir beim Verband nicht im Elfenbeinturm sitzen", erläuterte Erwin Bugar, Präsident des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt das Pilotprojekt.
Auch der Spielbetrieb wird offensiv hinterfragt. Das veränderte Freizeitverhalten und Berufsleben zwingt den Fußball zum Umdenken. Mit höherer Flexibilität sollen mehr Spieler und ehrenamtliche Helfer wieder zum "kleinen" Fußball finden.
Als letztes Mosaiksteinchen richten der DFB und seine Landesverbände unter dem Slogan "Vereinsservice" eine Kurzschulung im Bereich Fußballmanagement ein. Die Teilnehmer des Kurses sollen insbesondere im Bereich Vereinsmitgliedergewinnung geschult werden. Ein Fazit zu den Maßnahmen kann erst ab 2016 gezogen werden. Menschen wie Rosi Ratzke und Bernd Dierkes jedenfalls würden sich über jeden zusätzlichen Ehrenamtler freuen. Text: Matthias Friede, Quelle: sportschau.de

 

 

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